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4/28/10

Auch zehn Jahre nach ihrem Durchbruch steckt in der Satellitennavigation noch viel Entwicklungspotenzial

Vor zehn Jahren hob Bill Clinton das GPS-Störsignal auf und sorgte damit für den Durchbruch der mobilen Satellitennavigation. Obwohl die Technologie sich seitdem rasant entwickelt hat, sind ihre Möglichkeiten auch heute noch nicht ausgeschöpft.

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 Hamburg, 28. April 2010. Ein Knopfdruck vor zehn Jahren veränderte alles. Ein einziger Knopfdruck in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai. 2000, angeordnet vom Präsidenten persönlich. Bill Clinton beendete damit das künstliche Rauschen, das zuvor die Signale der Satelliten des Global Positioning Systems (GPS) verzerrt hatte. Diese sogenannte „Selective Availability“ war von der US-Regierung eingerichtet worden, um die Funktion feindlicher Waffensysteme zu erschweren. Clintons Entscheidung, das GPS-Störsignal abzuschalten, verhalf der mobilen Satellitennavigation zum endgültigen Durchbruch.


Dynamische Entwicklung der Navigation
Heute ist die Navigation ein High-Tech-Produkt und aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Dennoch sind die Möglichkeiten lange nicht ausgeschöpft: „Die Satellitennavigation bietet trotz der bahnbrechenden Erfindungen der vergangenen Jahrzehnte noch immer viel Entwicklungspotential“, sagt Johannes Angenvoort, Executive Vice President Entwicklung beim Hamburger Navigationsspezialisten NAVIGON. „Da ist noch Luft nach oben.“ So wird sich laut einer Studie der EU-Kommission der weltweite Markt der Satellitennavigation 2025 auf 236 Milliarden Euro belaufen. Im Jahr 2005 betrug das Marktvolumen 60 Milliarden Euro.
Die Geschichte der Satellitennavigation begann bereits 40 Jahre bevor Bill Clinton das GPS-Störsignal abschaffte. 1960 startete der erste Navigationssatellit Transit 1B ins All. Das Ereignis markierte den Startpunkt des Navy Navigation Satellite Systems, das von der US-Marine zur Zielführung von Raketen entwickelt worden war. Da das Pioniersystem nicht in der Lage war, Positionen genau genug zu bestimmen, brachte das US-Verteidigungsministerium in den 1980er-Jahren ein Nachfolgesystem auf den Weg: Das Global Positioning System (GPS) wird noch heute zur Positionsbestimmung verwendet.

24 Satelliten auf sechs Umlaufbahnen
Zwar wurde die Satellitennavigation bereits 1983 für die zivile Nutzung freigegeben, wovon vor allem Transport- und Telekommunikationsunternehmen profitierten. Auch für die Wissenschaft und vor allem für Entwickler ergaben sich damit Chancen. Durch das Störsignal des US-Militärs ließen sich die Positionen jedoch weniger genau bestimmen als eigentlich technisch möglich. Mit einer Abweichung von etwa 100 Metern lieferte die GPS-Technologie für die mobile Navigation daher noch erheblich ungenauere Angaben als Autofahrer heute gewohnt sind. Dennoch war bereits die Zeit vor Clintons Beschluss wegbereitend. „Vor allem in den 1990er-Jahren wurden wichtige Meilensteine für die spätere rasante Entwicklung gesetzt“, sagt Navigationsexperte Angenvoort. NAVIGON etwa brachte 1996 die erste dynamische GPS-Navigation, den ,Autopilot’, heraus. Vier Jahre später kam das erste mobile Navigationssystem für Pocket PC P1. „Die Verbesserung des GPS-Signals im Jahr 2000 war dann die Initialzündung für mobile Navigationsanwendungen, wie wir sie heute kennen.“


Der aktuelle Stand der Navigation
Nun konnten die Entwickler von Navigationsgeräten die technischen Möglichkeiten der Satellitentechnik voll nutzen. In der Zwischenzeit hat sich viel getan: Immer leistungsfähigere, GPS-basierte Navigationslösungen wurden entwickelt. Mittlerweile können Geräte wie die von NAVIGON bei der Routenplanung sogar auf Echtzeitinformationen aus dem Internet zurückgreifen: ob aktuelle Staumeldungen, Unterstützung bei der Parkplatzsuche oder Vernetzung mit Freunden. Inzwischen gehört ein GPS-Empfänger auch bei vielen Smartphones bereits zur Standardausstattung.

Die Zukunft bleibt spannend – Verlässlichkeit wichtigstes Kriterium
Trotz vieler innovativer Erfindungen ist die Zukunft der Satellitennavigation auch 50 Jahre nach dem Start des ersten Navigationssatelliten Transit 1B weiterhin vielversprechend: 2013 soll das europäische Pendant zum amerikanischen GPS-System in Betrieb gehen. „Galileo“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) sowie verschiedener nichteuropäischer Länder wie China oder Saudi-Arabien. Das System ähnelt dem amerikanischen GPS, wird voraussichtlich aber noch genauer arbeiten mit minimalen Abweichungen zwischen vier Metern und wenigen Zentimetern. Wichtigstes Kriterium, so Navigationsexperte Angenvoort, werde auch in Zukunft die Verlässlichkeit der Ortungssysteme bleiben: „Neben einer möglichst präzisen Ortsbestimmung steht für NAVIGON dabei vor allem eine zuverlässige Verfügbarkeit der Navigation im Vordergrund. Darüber hinaus arbeiten wir ständig daran, unsere Anwendungen mit Hilfe der Satellitentechnik noch flexibler und komfortabler zu gestalten.“ So arbeitet NAVIGON momentan in dem Forschungsprojekt „Sister“ daran, Live-Kartenupdates und Sonderziel-Updates per Satellitensignal zur ermöglichen.

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Über NAVIGON:
Die NAVIGON AG ist einer der weltweit führenden Anbieter von Navigationssystemen. Mit eigenen portablen Navigationsgeräten und durch Partnerschaften mit namhaften Unterhaltungselektronik-Herstellern steht NAVIGON für qualitativ hochwertige GPS-Navigation auf Pocket PCs, PNDs und Handys. Daneben bietet NAVIGON professionelle Navigationslösungen wie Fahrerassistenz-komponenten für den Erstausrüstermarkt der Automobilhersteller. NAVIGON wurde 1991 gegründet, beschäftigt über 400 Mitarbeiter und besitzt eigene Vertretungen in Asien, Europa und Nordamerika. - NAVIGON. And the world is yours.

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